Ein Schwedenhaus eignet sich aufgrund der dämmenden Grundeigenschaften des Baustoffes Holz und der speziellen Bauweise optimal für die Erfüllung des Passivhaus-Standards. Ein Passivhaus ist ein Eigenheim, welches aufgrund seiner speziellen baulichen Ausführung zum größten Teil ohne externe Wärmelieferung auskommt und zu jeder Jahreszeit eine konstante Raumtemperatur aufweist. Hierfür werden jedoch spezielle Systeme für die passive Energiegewinnung und Frischluftzufuhr benötigt. Zudem muss bei einem Passivhaus auf eine peinlichst genaue Dämmung geachtet und jeder mögliche Wärmeleiter, der unter Umständen Wärme nach außen ableiten könnte, gut abisoliert werden.

Passivhäuser im schwedischen Baustil mit hocheffizienter Dämmung

Ein Schwedenhaus, welches auf passive Energiegewinnung ausgelegt ist, heizt sich ausschließlich durch die Sonneneinstrahlung und die Wärmeabstrahlung der Bewohner und Haushaltsgeräte auf. Durch die hervorragende Dämmung und das spezielle Lüftungssystem ist es möglich, den Wärmeverlust so weit zu minimieren, dass eine zusätzliche Heizung überflüssig wird. Zusätzlich kann optional eine Solaranlage installiert werden, welche die Warmwasserversorgung übernimmt. In vielen Passivhaussystemen sind sogenannte Wärmetauscher installiert, welche die von der Lüftung angesaugte, kalte Frischluft mithilfe von Erdwärme aufheizen. Das Lüftungssystem garantiert somit eine konstante Frischluftzufuhr für die Bewohner, ohne jedoch Wärme an die Außenwelt abzugeben. Auch ein Öffnen der Fenster ist für die Frischluftzufuhr unnötig und sogar in Hinblick auf den Wärmeverlust nicht anzuraten.

Bauplanung des Schwedenhauses muss auf Passivhaus-Standard ausgelegt sein

Der Bauherr sollte die benötigten baulichen Maßnahmen für die Erfüllung des Passivhaus-Standards schon bei der Bauplanung für sein Schwedenhaus mit einbeziehen. Beispielsweise ist eine optimale Ausrichtung des Hauses für die solare Energiegewinnung (Aufheizen der Räume durch Sonneneinstrahlung) ungemein wichtig und eine mögliche Beschattung durch Nachbarhäuser oder hohe Bäume sollten vermieden werden. Jedoch finden sich heutzutage einige Möglichkeiten, ein schon bestehendes Schwedenhaus auch noch nachträglich mit den für die passive Wärmegewinnung benötigten Systemen auszurüsten.