Die Geschichte der Schwedenhäuser beruht auf einer sehr alten Hausbautradition. In früheren Zeiten mussten die Einwohner Skandinaviens auf den für sie verfügbaren Rohstoff zurückgreifen, das Holz der einheimischen Bäume. Das Holz für den Hausbau konnte in den stark bewaldeten Gebieten zumeist vor Ort geschlagen und sofort verbaut werden.

Die ersten Holzhäuser entstanden in Skandinavien schon vor sage und schreibe mehreren tausend Jahren und deren Bauweise wurde in der langen Zeit ständig weiterentwickelt. Die ersten Holzbauten waren sogenannte Pfahlbauten, wobei die Holzhäuser auf Pfählen errichtet wurden, um den Untergrund des Hauses vor der Feuchtigkeit des Bodens zu schützen. Aus der Pfahlbauweise entwickelten sich über die Jahre die unterschiedlichen Bauweisen für Holz- bzw. Schwedenhäuser.

Schwedenhäuser sind heutzutage vor allem durch ihren roten Außenanstrich bekannt, wobei leider nicht mehr gänzlich nachvollziehbar ist, seit wann dieser typische Anstrich verwendet wird. In Nordamerika sind Schwedenhäuser bzw. Holzhäuser schon seit der Zeit der ersten Besiedlung weit verbreitet und auch heute noch in den Vororten und Kleinstätten sehr oft anzutreffen. Die Kenntnisse über die verschiedenen Bauweisen für die Schwedenhäuser wurden von den ersten skandinavischen Siedlern mitgebracht und stieß aufgrund der reichhaltigen Holzvorkommen in den Siedlungsgebieten auf großen Anklang.

In Europa breiteten sich die Holz- bzw. Schwedenhäuser aufgrund ihrer Stabilität und Langlebigkeit sehr schnell aus, wurden jedoch in den letzten beiden Jahrhunderten zum größten Teil von Massivbauten aus Stein verdrängt. In der heutigen Zeit werden schwedische Holzhäuser, aufgrund ihrer Eigenschaft in hohem Maße Energie einsparen zu können, ihrer gehobenen Wohnqualität und nicht zuletzt aufgrund ihres optischen Erscheinungsbildes immer beliebter.